Herbstkonzert 2018 >zurück<

Die Finger müssen machen was der Kopf will, nicht umgekehrt
Robert Schumann


Die ersten Weihnachtsmärkte haben schon geöffnet, doch vorher luden die Floridsdorfer Spatzen am 18.11.2018 zu ihrem traditionellen Herbstkonzert ins Haus der Begegnung in
Wien 21, Angererstraße ein.
Nach dem gelungenen Frühjahrskonzert 2018 waren die Erwartungen sehr hoch. Die hochgesteckten Erwartungen wurden sogar mit dem Herbstkonzert noch übertroffen. Der Dirigent Kerem Sezen, das Orchester, die jungen Sängerinnen und Sänger aus der Opernschule der
Wr. Staatsoper und nicht zuletzt die Sängerschaft der Waltharia lieferten ein großartiges Konzert, das mit frenetischem Applaus endete. Der Moderator Viktor Kautsch war wieder in seinem Element.

Wie immer begann der 1. Teil mit dem „Floridsdorfer Spatzenmarsch“ von Karl Schreier. Nach dem gekonnten Vortrag der „Wiener Sonatine Nr. VI“ von W. A.Mozart gab es für das Orchester gebührenden Applaus. Große Anerkennung durch viel Beifall vom Publikum bekamen bei
„Là ci darem la mano“ (Reich mir die Hand mein Leben) von W.A.Mozart die Sängerin
M. Janschütz und der Sänger C. Müller. Das nächste Orchesterstück „Largo“ von G.F.Händel wurde ausdrucksstark dargebracht. Einen bewundernswerten Auftritt hatten A.Pacher und I.Beaufils mit
„Papagena – Papageno“ von W.A.Mozart. Eine Herausforderung für das Orchester war
„Fra Diavolo“ von D.F.E.Auber. Eine beachtliche Darbietung vom Dirigenten und seinem Orchester. Packenden Rhythmus gab es mit „Argentinia“ von Werner Hüber. Eine bunte Mischung an bekannten Melodien folgte mit „Tonight“ von Leonard Bernstein, gesungen von L.Kaya und Müller, “ I could have danced tonight“ von Frederik Loewe, gesungen von M.Janschütz und mit „I feel pretty“ von Leonard Bernstein, gesungen von C.Sild und Ensemble. Ausgezeichnete gesangliche Leistungen, vom Orchester mit Begeisterung unterstützt. Dafür gab es viel und lang anhaltenden Applaus. Mit diesen Ohrwürmern wurde das Publikum in die Pause verabschiedet.

Mit „Demone e Angelo“ von Henry Bert wurde der zweite Teil eröffnet, und es wurde mystisch. Das Orchester hat mit diesem Stück musikalisch den Unterschied zwischen Engel und Dämon unter dem Dirigat von K. Sezen großartig bewältigt. Die „Barcarole“ von J.Offenbach, gesungen von
C.Sild, L.Kaya und dem Chor war ein Hörgenuss, und dementsprechend gab es auch Beifall. Im Prater blühen zwar um diese Jahreszeit keine Bäume mehr, trotzdem wurde „Im Prater blüh´n wieder die Bäume“ von Robert Stolz vom Chor stimmungsvoll vorgetragen, und das Lied lud eigentlich zum Mitsingen ein. Großartig war der Auftritt des Chores mit „Va´pensiero“ (Gefangenenchor) von Giuseppe Verdi, und der Beifall fiel dementsprechend aus. Mit der „Nussknacker-Parade“ von Max Oscheid, vom Orchester lebhaft vorgetragen, wurden die Zuhörer sicher in ihre Kindheit versetzt. Mit „Sergio“ von Giacomo Sartori konnte das Orchester abermals mit seinem Vortrag überzeugen. Für die Darbietung beider Stücke gab es stürmischen Applaus. Eine unvergessene Melodie erklang im Anschluss, nämlich „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ von Robert Stolz, gesungen von A.Pacher. Schwungvoll klang der Nachmittag mit „Fuego en el Sangre“ von Franz Truhlar aus.

Doch das Publikum wollte das Ende dieses Konzertes, das jede Menge Unterhaltung bot, noch nicht hinnehmen und forderte mit lang anhaltendem Applaus Zugaben. Mit „Walzer Nr. 2“ von Dimitri Schostakowitsch und dem Gefangenenchor aus Nabucco verabschiedeten sich der Dirigent, das Orchester und die Sängerinnen und Sänger von den Besuchern.

„Der Mensch besitzt nichts Edleres und Kostbareres als die Zeit.“ (Ludwig van Beethoven)

In diesem Sinne bitten wir Sie, dass Sie sich Zeit nehmen, unser Frühjahrskonzert 2019 zu besuchen! Wir freuen uns darauf!