Herbstkonzert 2014 >zurück<

Am Sonntag, den 16. November strömten die Leute in das Floridsdorfer Haus der Begegnung um das Herbstkonzert der Floridsdorfer Spatzen zu erleben. Im liebevoll geschmückten vollbesetzten Saal herrschte schon Vorfreude auf das Konzert, welches traditionsgemäß mit dem „Floridsdorfer Spatzenmarsch“ von Karl Schreier eingeleitet wurde. Mit der feierlichen „Ouvertüre op. 2 in fis-Moll“ von Konrad Wölki, einem deutschen Komponisten und Mandolinisten der wesentlich zur Anerkennung der Zupforchester beitrug, konnte das Orchester auch seine Qualitäten bei schwierigen Werken unter Beweis stellen. Anschließend wurden wir in die Welt der Oper entführt. Zuerst mit der „Habanera“ aus Carmen von Georg Bizet, welche von Irene Wallner gesungen wurde und anschließend war Claudia Puhr mit Mozart´s „Martern aller Arten“ zu hören. Beide Sängerinnen überzeugten mit ihren wohlklingenden Stimmen und Vortrag. Beim darauf folgenden Walzer „Midnight Boston“ konnte sogar der sonst so versierte Viktor Kautsch keine Angaben über den Komponisten machen. Mit Carl Millöcker´s „Ach, ich hab sie ja nur …“ und Tomasz Pietak kam die Operette zu Ehren. Er trug das Lied mit schöner Stimme und treuherzigem Blick, dem verständnisvoll lauschendem Publikum, vor. Mit der „Romaneska“ von Zikoff-Krebs wurde das Publikum in die Pause entlassen.
Obzwar noch sehr milde Außentemperaturen, für die Jahreszeit, herrschten konnte das Orchester im zweiten Teil mit der „Petersburger Schlittenfahrt“ von Richard Eilenberg ebenso begeistern wie mit dem anschließenden Lied von Franz Lehar „Da geh´ ich ins Maxim“. Tomasz Pietak, schauspielerisch unterstützt von den beiden Kolleginnen Claudia Puhr und Irene Wallner, trat sehr erfolgreich in die Fußstapfen von Johannes Heesters, der ja diese Melodie unzählige Male darbot. Beim „Loin du bal“ von E. Gillett konnte das Orchester durch melodiösen Vortrag begeistern. Spätestens mit „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ von Franz Lehar konnte Claudia Puhr das Publikum für sich einnehmen. Anton Rafajas Programmmusik „Festtag in einem russ. Dorf“ ließ diesen vor dem geistigen Auge der Zuhörer ablaufen. Auch das Musical kam bei diesem schönen Konzert nicht zu kurz. „Memory“ von A. Lloyd Webber wurde sehr innig vorgetragen von Irene Wallner. Einschmeichelnde Klänge waren auch jetzt wieder angesagt mit „Steig in das Traumboot der Liebe“ von Heinz Gietz. Doch den Schluss bildete das rhythmisch, schwungvolle „When the saints go marchin´ in“ von Randy Nil. Durch tosenden Applaus erzwang das Publikum als Draufgabe „I am singing in the rain“ gesungen von der charmanten Claudia Puhr und Rudolf Milota am Schlagzeug imitierte gekonnt die Steppgeräusche. Mit einem Schlager die Sterne betreffend wurde dieses schöne Konzert beendet.
Ein großer Dank gebührt dem Dirigenten Heinz Koihser, der nicht nur das Orchester gekonnt leitete sondern auch die Stücke mit viel Liebe arrangierte. Für die erkrankte Ingrid Hofmann (Akkordeon) ist Helga Urbanek mit dezentem Spiel eingesprungen. Die Spieler und Spielerinnen der Floridsdorfer Spatzen sind ein gut eingespieltes Team, welches nicht nur durch ihr Spiel sondern auch durch ein schönes Bühnenbild beeindrucken. Ein ebenso gutes Händchen bewies man (Orchester und Dirigent) auch bei der Wahl der Sängerinnen und des Sängers. Es war ein Genuss sie zu hören. Zur besonderen Auflockerung zwischen den einzelnen Stücken trug der allseits beliebte Moderator Viktor Kautsch bei. Seine humorvolle Art die einzelnen Stücke mit viel Wissen oder Anekdoten über die Komponisten zu bereichern trug sehr viel zum Erfolg dieser Veranstaltung bei.

(Hermi Kaleta)