Herbstkonzert 2009 >zurück<

Musik ist Balsam für die Seele und Erholung für den Geist

Das Herbstkonzert der Floridsdorfer Spatzen am 29.11.2009 im 21. Bezirk in der Angererstraße, im Haus der Begegnung, war unbestritten wieder einmal Balsam für die Seele. Die Arrangements und die Zusammenstellung der Stücke sind dem Dirigenten Heinz Koihser ganz toll gelungen und wurden auch sehr gelobt. Er hat mit seinem Orchester wieder einmal bewiesen, dass man mit viel Fleiß und Einfühlungsvermögen, aber auch mit viel Arbeit, die Mandolinenmusik einem breiten Publikum darbieten kann. Das Konzert ließ bezüglich der Stückauswahl keinen Wunsch offen. Als Gäste erfreuten Frau Karin Pferscher (Sopran), Herr Michael Wagner (Tenor) und die Fagottistin Frau Agnes Fejes. Das Orchester brillierte natürlich nicht nur als Begleitung, sondern auch bei den Orchesterstücken. Herr Viktor Kautsch begrüßte das Publikum als Conferencier, und er machte seine Sache wieder sehr professionell, mit launigen, aber auch besinnlichen Worten.

Das Orchester startete mit dem „Floridsdorfer Spatzenmarsch“. Es folgten die „Sechs Mödlinger Tänze“ von Ludwig van Beethoven, ebenfalls vom Orchester mit viel Können dargeboten. Das erste Gesangstück war Herrn M. Wagner vorbehalten „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ aus der Zauberflöte von W.A. Mozart. Er besang das Bildnis mit Hingabe, und das Orchester war dabei eine große Unterstützung. Das nächste Stück „Rondo Ongarese“ aus dem Freischütz von C.M.v. Weber brachte eine große Überraschung, die voll einschlug. Es war die Fagottistin Frau A. Fejes. Das Zusammenspiel Fagottistin und Orchester funktionierte einmalig und war ein richtiges Klangerlebnis. Das Publikum sparte nicht mit Applaus. Ein weiterer Höhepunkt war das nächste Stück: „ Quando men vo“ von G. Puccini, gesungen mit viel Gefühl von Frau K. Pferscher und gefühlvoll begleitet vom Orchester. Sein Können konnte das Orchester auch im nächsten Stück, der „Loreley Paraphrase“ von Josef Nesvadba, ausspielen. Herr M. Wagner verzauberte danach mit dem „Gondellied“ von Johann Strauß das Publikum nach Italien. Für einige Minuten konnte man die kalte Jahreszeit vergessen. Beim Abschlussstück des ersten Teils wurde das Publikum vom Orchester aber sofort wieder an Kälte, Eis und Schnee erinnert. Es waren „Die Schlittschuhläufer“ von Emil Waldteufel. Im Geiste tanzten sicher Viele auf dem Eis mit.

Nach der Pause stimmte das Orchester mit dem „Orientalischen Marsch“ das Publikum auf den zweiten Teil ein. Temperamentvoll ging es durch Frau K. Pferscher mit „Ja das Temp´rament“ von Fred Raymond weiter, schmissig arrangiert vom Dirigenten H. Koihser. Der nächste Ohrwurm war: „Ein kleiner Bär mit großen Ohren“ von Erwin Halletz. Wer kennt nicht diesen Schlager, der von Horst Winter gesungen wurde. Beim Konzert wurde er vom Dirigenten interpretiert. Auf den kleinen Bären folgte „Mein Teddybär“ von

J.W. Ganglberger. Die Fagottistin trug wieder ihren Teil zum Erfolg dieses Stückes bei. Durch Herrn M. Wagner gab es noch einen Besuch in Italien. Stimmgewaltig hat er „O sole mio“ von E.Di Capua vorgetragen. Diese beliebte Weise hatte es dem Publikum angetan. Einen Welthit lieferte das Orchester mit dem nächsten Stück: „Spanish eyes“ von Bert Kaempfert Eine Hommage an Wien durfte natürlich nicht fehlen. Und so stellte Frau K. Pferscher fest: “Wien wird bei Nacht erst schön“, von Robert Stolz. Einen besinnlichen Abschluss fand das Konzert durch das Stück „Der Trommelmann“ von Harry Simeone, und vor allem durch „Adagio a.d.Sinfonie in Fis-moll“ von Josef Haydn.

Schöne, anspruchsvolle, zeitlose Melodien sind wieder erklungen. Gefühlsbetont, melancholisch, schmissig, rhythmisch und eindrucksvoll vorgetragen. Bis in die letzten Reihen konnte man die Spannung während des Konzertes spüren. Der lang anhaltende Applaus verlangte nach Zugaben. Nachdem das Konzert am 1. Adventsonntag stattfand, waren „White Christmas“ und die „Weihnachts- Ouvertüre“ ein würdiger und passender Abschluss.

Auf Wiedersehen im Jahre 2010!